Seit 2019 begleite ich meinen Freund Dennis jetzt schon mit der Kamera durch den Kampfsport. Angefangen hat damals alles ganz klassisch mit Kickboxen. Doch dann kam eine schwere Erkrankung dazwischen, die seinen Körper mit Narben gezeichnet hat. Genau dieser Einschnitt hat seinen Fokus verändert: Dennis hat sich zurückgekämpft und ist heute auf dem Weg zum MMA-Kämpfer – ein Schritt, der zu Beginn des Projekts noch überhaupt kein Thema war. Für mich als Fotografen ist dabei der Moment im Ring eigentlich nur die halbe Wahrheit. Viel spannender finde ich das, was abseits der Matte passiert. Ich versuche, die Balance zwischen der extremen Härte des Sports und den ganz leisen, persönlichen Momenten einzufangen. Ich bin beim Training dabei, halte aber eben auch die tiefen Gespräche danach fest, Momente der puren Erschöpfung oder den Fokus beim Eisbaden. Am Ende ist dieses Langzeitprojekt für mich weit mehr als nur eine Sportreportage – es ist die Dokumentation eines bedingungslosen Kampfgeistes und einer über die Jahre gewachsenen Freundschaft. Und das Projekt endet vermutlich erst, wenn Dennis seine Handschuhe endgültig an den Nagel hängt.